Wer nimmt normalerweise an einer geführten Reise teil?
Es sind sehr häufig Piloten, die auf einen hohen Sicherheitsstandard Wert legen, aber relativ selten zum Fliegen kommen. Sie wollen ihre wertvolle und kurze Urlaubszeit effektiv und sicher nutzen. Bei geführten Ausfahrten liegt die Teilnehmerzahl bei ca. 16 Personen.
Womit muss ich finanziell rechnen, wenn ich mich zu einer geführten Reise anmelde?
Die Kosten setzten sich normalerweise aus 3 Teilen zusammen. Betreuungsgebühren, Übernachtung/Verpflegung und der Transfer zu und in den Geländen. Die Betreuungsgebühr wird mit der Anmeldung fällig. Damit ist auch sicher, dass Dein Platz reserviert ist. Die Übernachtung wird - mit wenigen Ausnahmen bei unseren Fernreisezielen - vor Ort an die entsprechenden Hotels oder Pensionen bezahlt. Für den Transfer zu und in den Fluggeländen mieten wir in der Regel zwei Kleintransporter. Die Aufwendungen für Miete und Benzin werden geteilt. Nach der Ausfahrt erhältst Du dann eine Abschlußrechnung über die noch ausstehenden Buskosten. Als kleines Beispiel hierzu unsere Monacoausfahrt im Februar 2004: Betreuungskosten 320 EUR, Übernachtung mit Frühstück im Doppelzimmer mit Hotelstandard 7x 35 EUR Bustransferkosten von Dürnau nach Monaco und zurück 40 EUR/Person. Buskosten für alle Tranfers im Gelände und zu den verschiedenen Sehenswürdigkeiten: 150 EUR.
Am Ende erhält jeder Teilnehmer noch eine Photo-CD der Reise. Die besten Bilder werden auf unserer Homepage veröffentlicht.
Was ist der Inhalt einer geführten Reise?
In erster Linie steht Fliegen auf dem Programm. Die Schüler werden von unseren Fluglehrern sowohl am Start, wie auch bei der Landung betreut. Auf Wunsch erhält jeder Teilnehmer entsprechende Funkunterstützung. Sollte es mal wettertechnisch nicht fliegbar sein, so organisieren wir ein adäquates Ersatzprogramm. Dies kann kultureller oder sportlicher Natur sein.
Nach welchen Kriterien werden unsere Reiseziele ausgesucht?
Unser Terminplanung orientiert sich in erster Linie an den statistisch guten Wetterlagen der Fluggebiete. Die Fluggelände selbst sollten sich durch einfache Start- und Landeplätze auszeichnen und darüberhinaus unproblematisch zu erreichen sein.
Hotels oder Pensionen entsprechen einem durchschnittlichen europäischen Standard bei mittlerer Preislage.
Wir legen Wert auf gutes Essen und gesunden Schlaf !
Wie läuft ein Startseminar ab (Performance Teil 1)?
An der Starttechnik gibt es immer etwas zu verfeinern und zu verbessern. Dies ist das Ziel dieser Fortbildungsveranstaltung. Die Veranstaltung findet hauptsächlich im Übungsgelände statt, wobei die Starts und Landungen der Teilnehmer auf Video aufgezeichnet werden. Anschließend geht es in den Theorieraum zur Analyse. Vormittags geht es in erster Linie um den Start bei schwachem Wind; nachmittags ist Rückwärtsaufziehen auf dem Programm.
Was läuft bei einem Turnhallentraining (Performance Teil 2)?
Das Seminar findet in einer Turnhalle statt und beginnt mit einer theoretischen Einführung zum Thema Rettungsgerät. Anschließend wird das Rettungsgerät so verschlossen, dass es zwar ausgelöst werden kann, aber nach dem Übungswurf nicht neu gepackt werden muss. An der Turnerringanlage sicher in Deinem Gurtzeug eingehängt wirst Du nun in Pendel- und Drehbewegungen versetzt. Damit sollen extreme Turbulenzen simuliert werden. Auf Kommando soll nun das Rettungsgerät ausgelöst und in eine vorgegebene Richtung geschleudert werden. Mehrmaliges Wiederholen dieser Übung unterstützt die Automatisierung des Bewegungsablaufs.
Es macht Sinn dieses Simulationstraining in jedem Winter einmal zu absolvieren und gleich mit dem Neupacken des Rettungsgerätes zu verbinden.
Welche Fortbildungsmöglichkeiten gibt es?
Man unterscheidet verschiedene Arten von Performancetrainings, den Überlandflugschein, die Tandemflugberechtigung und die zusätzliche Startart Windenschlepp. Performancetrainings sind standardisierte Fortbildungen, die nur von speziell ausgebildeten Trainern in Performanceschulen durchgeführt werden dürfen. Zu unterscheiden sind hier beispielsweise das Starttechnikseminar (Performance Teil 1), das Rettungsgeräteseminar in der Turnhalle (Teil 2) und das Flugtechnikseminar im Höhengelände (Teil 3). Teil 3 kann auch teilweise als Überlandflugseminar angerechnet werden, da hier meist kombinierte Aufgaben auch für das Streckenfliegen geübt werden.