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Falsche Beurteilung von Wetterlage oder eigenem Können sind Hauptursachen für Unfälle beim Gleitschirmfliegen, wohingegen mangelnde Gerätesicherheit in der Unfallstatistik kaum mehr eine Rolle spielt, nicht zuletzt, deshalb, weil Gleitschirme strengen Testkriterien unterzogen werden und bei erfolgreicher Prüfung ein Gütesiegel erhalten. Die Prüfungen werden seit über 15 Jahren vom Deutschen Hängegleiterverband überwacht.
Die Historie der Gleitschirm-Unfälle reicht von den anfangs so markanten Sprunggelenksverletzungen zu den Jahren mit massiven Rückenverletzungen, welche durch die Protektorentwicklung gestoppt werden sollte. Schließlich führten Größe der Gurtzeuge und die Modernisierung der Schnallentechnik zum Vergessen der Beinschlaufen.
Zur Vermeidung unerwünschter Unfallsituationen beim Gleitschirmfliegen kann bereits im Vorfeld einiges getan werden. So empfiehlt sich für Gelegenheitsflieger, sich erfahrenen Piloten oder einer von Fluglehrern betreuten Ausfahrt anschließen. Regelmäßiges Training und Fortbildung sowie das Studium einschlägiger Fachliteratur haben sich ebenfalls als vorbeugende Maßnahmen für den ungeplanten Notfall bewährt.
Für Gleitschirmflieger besteht übrigens eine gesetzliche Vorschrift, jeden schwerwiegenden Unfall und jede Betriebsstörung innerhalb einer gewissen Frist der Unfallmeldestelle, sprich dem Verband zu melden.
Unfälle gehen häufig Störungen im Flug voraus, die durch verschiedene Flugfiguren meist ohne Verletzungen oder gar Unfälle bewältigt werden könnten. |