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Das Leinensystem der Fangleinen, welches die Gleitschirmkappe mit den Tragegurten des Piloten verbinden, ist am besten zu verstehen, wenn man sich das Vergabelungsprinzip vor Augen führt. Von der Eintrittskante an der Kappe oben bis zum Leinenfangschloss über dem eigentlichen Sitz des Piloten befinden sich oft über 100 Einzelleinen, die in zwei bis drei Stockwerken vertikal und in vier bis fünf Querreihen horizontal gebündelt werden.
Die vertikale Gliederung besteht aus den kappennahen Galerieleinen, von denen jeweils 2 oder mehr in die Gabelleinen zusammengeführt werden, die ihrerseits zu den Stammleinen gebündelt werden. Die Dicke der Leinen variiert zwischen 1mm (Galerieleinen) und 3 mm (Stammleinen). Die Stammleinen , die schließlich zu den Leinenfangschlössern führen, sind die festesten aller Fangleinen.
Die horizontalen Ebenen tragen die Namen A-Leinenebene bis E-Leinenebene, wobei die A-Leinenebene die vorderste Ebene darstellt.
Hinzu kommen schließlich noch die beiden separat angebrachten Steuerleinen. Sie dienen der Lenkung des Schirms durch unabhängiges Herabziehen einer oder beider Hinterkanten der beiden Schirmhälften und münden pilotenseitig in die Steuerschlaufe.
Die Länge der Leinen hat Einfluß auf Fluggeschwindigkeit und Flugverhalten. Sie sollte nicht ohne Not verändert werden. |